Foto: 1x DMZ-Archiv, 1x ThyssenKrupp, 1x Roland Hanewald

Asylbewerber-Flut: Soldaten der Bundeswehr sollen beim Bearbeiten der Anträge aushelfen

10. Dezember 2013

Illegale Einwanderer bei ihrer Ankunft auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa (Foto: Wikipedia/Sara Prestianni/noborder network, CC BY 2.0)

Berlin. Aktive Soldaten der Bundeswehr sollen offenbar demnächst bei der Bearbeitung von Asylanträgen aushelfen.

Die Streitkräfte werden auf Bitten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgeliehen, berichtet die Tageszeitung “Neues Deutschland”. Gesucht werden demnach Freiwillige mit Feldwebeldienstgraden. Laut einem internem Schreiben des Bundeswehr-Personalmanagements erhalten die Soldaten ein Einweisung am Arbeitsplatz vor Ort und werden dann bei der Antragsbearbeitung im Asylverfahrenssekretariat eingesetzt, weshalb Kenntnisse in Stabsdienstarbeit von Vorteil seien. “Kernzeitraum” für die personelle Unterstützung des BAMF seien sechs Monate zwischen dem 1. März bis und 31. August 2014. Diesen Beitrag weiterlesen »

Dunkelzifferstudie: Weitaus mehr Soldaten von PTBS betroffen als bislang vermutet

3. Dezember 2013

Deutsche ISAF-Patrouille in Afghanistan (Foto: flickr/isafmedia, CC BY 2.0)

Berlin. Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die mit traumatischen Störungen aus dem Einsatz im Ausland zurückkehren, ist größer als bisher angenommen. Das geht aus der sogenannten Dunkelzifferstudie hervor, die der Bundestag 2009 in Auftrag gegeben hatte.

Die Auswertung ergab, daß rund drei Prozent der Soldaten nach dem Einsatz eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelten. Bei zwei Dritteln der Erkrankten wurde außerdem festgestellt, daß sie bereits vor dem Auslandseinsatz psychische Probleme hatten. Laut der Studie werden höchstens 20 Prozent der psychischen Erkrankungen – wie etwa PTBS – defenitiv erkannt und behandelt. 80 bis 90 Prozent der Betroffenen würden dagegen nicht rechtzeitig behandelt, jeder zweite überhaupt nicht. Den Ergebnissen zufolge sucht nur etwa jeder fünfte betroffene Soldat professionelle Hilfe, 2013 ließen sich rund 1.100 Soldaten mit PTBS-Diagnose behandeln. “Viele Betroffene haben aber Angst vor dem Gang zum Psychiater oder Psychotherapeuten, oder sie befürchten negative Folgen für die Karriere”, so Studienleiter Professor Hans-Ulrich Wittchen, Chef des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität (TU) Dresden, gegenüber der “Welt”.

“Tiger” und “NH90″: Neue Hubschrauber der Bundeswehr deutlich teurer als geplant

2. Dezember 2013

NH90 der Heeresflieger der Bundeswehr (Foto: Wikimedia/Igge, CC BY-SA 3.0)

Berlin. Die neuen Militärhubschrauber der Bundeswehr “Tiger” und “NH90″ werden offenbar deutlich teurer als bislang geplant.

Das geht aus einem als “amtlich geheim” eingestuften Dokument des Bundesrechnungshofs hervor, das dem ARD-Magazin “Monitor” vorliegt. Danach steigt der Stückpreis des Kampfhubschraubers “Tiger” von 47 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro. Der Transporthubschrauber “NH90″ kostet laut Bundesrechnungshof 46 statt 38 Millionen pro Stück, in der Marineversion sogar 51 Millionen Euro. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bundestagsbeschluß: Bundeswehr bleibt weiteres Jahr im Sudan und Südsudan

2. Dezember 2013

Berlin/Juba. Die Bundeswehr wird sich ein weiteres Jahr an der UNMISS-Friedensmission im Südsudan beteiligen. Das hat der Bundestag beschlossen.

541 Abgeordnete stimmten für die Verlängerung des Mandats, 60 dagegen, zwei enthielten sich. Lediglich die Linke verweigerte geschlossen ihre Zustimmung. Das Mandat erlaubt den Einsatz von höchstens 50 Angehörigen der Bundeswehr, die den Frieden gewährleisten und die Regierung beim Aufbau eines Rechtssystems sowie der Stärkung der Bereiche Sicherheit und Justiz unterstützen sollen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte in seiner Rede laut “Spiegel”, trotz aller anhaltender Defizite und Mängel seien in dem Land, das sich 2011 vom Sudan abspaltete, “erste kleinere Erfolge” zu erkennen. Auch die UNAMID-Mission in der westsudanesischen Region Darfur, an der derzeit neun Bundeswehrangehörige beteiligt sind, wurde vom Bundestag um ein Jahr verlängert.

Neue Drohne: Iran präsentiert das Modell “Fotros”

29. November 2013

Drohne MQ-9A “Reaper” der US Air Force
(Foto: Wikimedia/US Air Force/Paul Ridgeway)

Teheran. Der Iran hat kürzlich eine neu entwickelte Angriffsdrohne mit einer Reichweite von 2.000 Kilometern präsentiert.

Verteidigungsminister Hossein Dehghan sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa, die neue Drohne mit dem Namen “Fotros” könne bei einer “Flughöhe von 25.000 Fuß zwischen 16 und 30 Stunden” im Einsatz bleiben. Sie sei für Aufklärungszwecke geeignet, könne aber auch “Luft-Boden-Raketen für Militäroperationen” befördern, so Dehghan. Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von “Fotros” beim Start, während des Fluges und bei der Landung. Die Drohne kann laut Dehghan auch dazu genutzt werden, Erdöl- und Gasleitungen sowie Straßen und Landesgrenzen zu überwachen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Rußland: Kriegsgräber sowjetischer Soldaten in Deutschland gut gepflegt

29. November 2013

Moskau/Berlin. Die russische Regierung hat der Bundesrepublik Deutschland bescheinigt, die Gräber der im Zweiten Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten sorgfältig zu pflegen.

Man könne “im Allgemeinen zufrieden sein”, sagte der Diplomat Wladimir Kukin am Montagabend bei einer Veranstaltung in der russischen Botschaft in Berlin. Das berichtete die Tageszeitung “Neues Deutschland” am Mittwoch. Nicht jeder Staat habe eine solche Erinnerungskultur wie Deutschland. Auf deutschem Boden sind exakt 3.445 solcher Kriegsgräberstätten zu finden.

DMZ-Chefredakteur Guido Kraus: “Die Signalwirkung für unsere Soldaten ist verheerend”

25. November 2013

DMZ-Chefredakteur Guido Kraus (Foto: DMZ-Archiv)

ZUERST!: Herr Kraus, der „Aachener Friedenspreis“ 2013 geht unter anderem an Schulen, die sich gegen Unterrichtsbesuche der Bundeswehr aussprechen…

Kraus: Die Signalwirkung für unsere Soldaten ist verheerend. Der „Aachener Friedenspreis“ ist ja keine Auszeichnung irgendeines kleinen Vereins. Hinter ihm steht ein breites gesellschaftliches Bündnis. Der Preis wird unterstützt von der Stadt Aachen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), zahlreichen kirchlichen Organisationen, dem SPD-Unterbezirk, dem Kreisvorstand der Grünen und von der Linkspartei in der Städteregion Aachen. Die Bundeswehr hängt gesellschaftspolitisch im luftleeren Raum: Man beraubt unsere Armee wichtiger Stränge ihrer soldatischen Tradition, man schickt unsere Soldaten in gefährliche Auslandseinsätze in aller Welt, und gleichzeitig würdigt man in Deutschland ihre Gegner mit Auszeichnungen. Kein Wunder also, wenn sich keine Freiwilligen für die Bundeswehr mehr finden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Neuer Rekord: 2012 so viel Rüstungsexporte in Drittländer wie noch nie

20. November 2013

Leopard 2 im Dienst der polnischen Armee (Foto: Wikimedia/Hiuppo, CC BY 3.0)

Berlin. Deutschland hat seit der ersten Veröffentlichung des Rüstungsexportberichts im Jahr 1999 noch nie so viele Waffen in so genannte Drittländer exportiert wie 2012.

Das berichtet die “Rheinische Post” unter Berufung auf den ihr vorliegenden Rüstungsexportbericht. Der Wert der Ausfuhren in Länder, die die nicht der EU oder der Nato angehören, stieg von 2,2 Milliarden Euro 2011 auf 2,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. 1999 lag der Wert noch bei umgerechnet 750 Millionen Euro. Saudi-Arabien liegt an der Spitze der Bestimmungsländer. 2012 wurden Waffenexporte im Wert von 1,2 Milliarden Euro in den Golfstaat genehmigt. Algerien liegt mit einem Importwert von 286 Millionen Euro an Platz drei, die Vereinigten Arabischen Emirate kauften deutsche Rüstungsgüter im Wert von 125 Millionen Euro. Auch der Irak erhielt Kampfhubschrauber im Wert von 112 Millionen Euro. Deutschland profitiert außerdem stark von der Waffenfreiheit in den USA. Die Vereinigten Staaten rangieren auf Platz zwei der wichtigsten Bestimmungsländer deutscher Waffenexporte. Insgesamt wurden in die USA Waffen im Wert von 596 Millionen Euro geliefert.

G36 in der Kritik: Bundeswehr prüft Beschaffung eines neuen Sturmgewehrs

19. November 2013

Soldaten der Bundeswehr mit dem G36 in Bosnien (Foto: Wikimedia/US Air Force)

Berlin. Die Bundeswehr erwägt offenbar, wegen der andauernden Kritik am Standardgewehr G36 langfristig eine andere Waffe anzuschaffen.

In einem Sitzungsprotokoll des Bundesamtes für Ausrüstung und Informationstechnik der Bundeswehr (BAAINBw), aus dem die “Bild” zitiert, wird vor allem die angeblich mangelnde Zielgenauigkeit des G36 als wiederkehrender Kritikpunkt genannt: “Streukreisaufweitung und Verlegung des Haltepunktes bei Temperaturänderungen (durch Erhitzen bei Verschuß oder durch äußere Temperatureinflüsse)”. Aus diesem Grund sei laut Protokoll auch “die Option zur Ablösung durch ein neues Sturmgewehr in die Betrachtungen mit einzubeziehen”. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nigeria: Armee tötet “Boko Haram”-Islamisten

19. November 2013

Kano. Bei Gefechten zwischen Islamisten und der Armee sind in Nigeria sieben Menschen getötet worden.

Wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet, stürmten Soldaten der Armee zwei Gebäude in der zweitgrössten nigerianischen Stadt Kano, die von mutmaßlichen Mitgliedern der islamistischen Gruppe “Boko Haram” genutzt wurden. Die Armee teilte mit, bei der Erstürmung habe es infolge einer Schießerei fünf tote Islamisten und zwei getötete Soldaten gegeben. “Boko Haram” will seit mehreren Jahren im Norden des westafrikanischen Staates ein islamisches Kalifat errichten, in dem die Scharia befolgt wird.