Archiv für die Kategorie „Waffentechnik“

Fliegende Innovation

Montag, 29. Oktober 2012

Die ILA Berlin Air Show 2012

Auch in  diesem Jahr hat die traditionsreiche Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin gezeigt, daß sie ein bedeutender Dreh- und Angelpunkt für die weltweite Luftfahrtindustrie ist. Die 230.000 Besucher stellten dabei auch den größten Zuschauerzulauf in der über 100jährigen Geschichte der ILA dar. Auf dem neuen ExpoCenter Airport – in direkter Nachbarschaft zum zukünftigen Großflughafen Berlin/Brandenburg – ist dazu in Rekordzeit die Nutzungsfläche für das 250.000 Quadratmeter große Veranstaltungs­gelände fertiggestellt und unmittelbar in Betrieb genommen worden. In den drei festen Ausstellungs- und Eventhallen mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Fläche, den vier temporären Großraumzelten sowie in zahlreichen Pavillons und großzügigen Freiflächen präsentierten vom 11. bis zum 16. September mit einem eindrucksvollen Materialaufgebot über 1.240 Firmen dieser Hochtechnologiebranche aus 46 Ländern ihre zivilen und militärischen Entwicklungen, Produktfamilien sowie angegliederte Service- und Dienstleistungspaletten. (weiterlesen…)

Russisches Atom-U-Boot vor US-Küste

Sonntag, 28. Oktober 2012

WASHINGTON. Einen Monat lang soll ein modernes russisches Atom-U-Boot zwischen Juni und Juli dieses Jahres unbemerkt vor der US-amerikanischen Ostküste gekreuzt haben. Dies berichteten mehrere US-amerikanische und rus­sische Medien. Das Mehrzweck-­U-Boot „Schtschuka-B“ der Akula-Klasse („Haifisch“-Klasse) wurde erst entdeckt, als es das Gebiet wieder verließ. Der Vorfall sorgte in den USA für einigen Wirbel und warf Fragen zur Sicherheit der US-Küsten auf. „Das ist sehr erfreulich, weil sich unsere Atom-U-Boote dort ständig befinden“, frohlockte dagegen beispielsweise die rus­sische Zeitung Rossijskaja Gaseta. Es bedeute, daß die amerikanischen Unterwasserradare „unsere Boote gar nicht sehen“. Das Pentagon dementierte die Meldung, sie entspreche „nicht der Wahrheit“. Die russische Kriegsmarine verweigerte jede Auskunft zu den ­Patrouillenfahrten russischer Atom-­
U-Boote an fremden Küsten.

Weitere Kooperation zwischen Luftwaffe und Wirtschaft

Sonntag, 28. Oktober 2012

Am Rande der internationalen Luftfahrtausstellung 2012 (ILA 2012) schloß die Luftwaffe mit dem Rüstungsunternehmen Diehl Defence Holding GmbH eine Rahmenvereinbarung über eine Kooperation in der Reservistenarbeit. Die Zusammenarbeit soll hauptsächlich die Reservistentätigkeit von Mitarbeitern von Diehl Defence fördern. „Ohne die Reservistinnen und Reservisten ist die Einsatz- und Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte in vielen Bereichen eingeschränkt“, erklärte dazu Generalleutnant Dieter Naskrent, Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten der Luftwaffe, der die Kooperationsvereinbarung für die Luftwaffe unterzeichnete. Ähnliche Vereinbarungen hat die Luftwaffe bereits mit anderen Unternehmen geschlossen. Im März war beispielsweise eine Kooperation mit der EADS-Tochter Cassidian unterzeichnet worden (DMZ berichtete).

Modernisierte Atombomben?

Donnerstag, 14. Juni 2012

WASHINGTON. In Europa sind immer noch zahlreiche US-Atombomben stationiert, darunter 160 bis 200 Stück des in die Jahre gekommenen Typs B61. Zwischen 10 und 20 B61-Atombomben sollen sich auf dem Fliegerhorst der Gemeinde Büchel in der Eifel (Rheinland-Pfalz) befinden. Statt den Ballast aus dem Kalten Krieg endgültig abzuziehen, plant die US-Regierung seit Jahren, die nuklearen Sprengkörper zu modernisieren. „Life Extension Program“, also ein Programm zur Verlängerung der Lebensdauer, heißt das Vorhaben. Die geschätzten Kosten dafür haben sich auf sechs Milliarden Dollar (4,6 Mrd. Euro) mehr als verdreifacht, wie Experten berichten. (weiterlesen…)

Tausendsassa „Bradley“

Mittwoch, 7. Dezember 2011

85dmz1Leistungsstarker Späh- und Schützenpanzer der US-Armee

Als 1967 der sowjetische Schützenpanzer BMP-1 im Rahmen der Oktoberparade auf dem Roten Platz erstmals in der Öffentlichkeit auftauchte und nicht mal ein Jahr später bereits erste Modelle an die Nationale Volksarmee der DDR ausgeliefert wurden, versetzte das neue Fahrzeug der NATO einen regelrechten Schock. Der BMP war ein Schützenpanzer einer neuen Generation, der Westen hatte dem nichts Gleichwertiges entgegen­zusetzen. (weiterlesen…)

Russische Raketenrüstung

Donnerstag, 20. Oktober 2011

raketeRußland will seine technischen Möglichkeiten im Bereich der ballistischen Raketen sowie der Raketenabwehr stark erweitern. Wie  Igor Korotschenko, Mitglied des Präsidiums des Gesellschaftlichen Rates beim Verteidigungsministerium, am 14. September erklärte, sei es erforderlich, die strategischen Kernwaffen mit den neuesten Raketen der Typen RS-24 „Jars“ und Bulawa auszustatten, da Moskaus Kernwaffenpotential durch den US-amerikanischen Raketenschild in Europa erheblich abgewertet werden könnte und eine Einigung mit Washington nicht in Sicht ist. Die USA verweigern bisher verbindliche Sicherheitsgarantien und bringen die strategische Planung Rußlands daher „in den Bereich des Unklaren“. Die neuen Raketen können den US-Raketenschild überwinden. Außerdem soll noch in diesem Jahr ein Luft- und Weltraumabwehrsystem entwickelt werden. In den letzten Jahren haben vor allem die USA die Entwicklungen im Bereich der offensiven und defensiven militärischen Weltraumtechnik verstärkt vorangetrieben. Wie der stellvertretende Sprecher des russischen Außenministeriums, Wladimir Kosin, am 22. September mitteilte, sei zudem eine effektive „see­gestützte Raketenabwehr“ geplant.

Erste Patriot-Raketen in Polen

Montag, 21. Juni 2010

Patriot-RaketenZum ersten Mal in der Geschichte Polens sind dort US-Raketen vom Typ Patriot angeliefert worden. Sie sollen auf dem polnischen Stützpunkt Morag (Mohrungen) in Ostpreußen unweit der russischen ­Exklave Kaliningrad (Königsberg) stationiert werden. Nach Ankunft der Boden-Luft-Raketen habe die US-Armee begonnen, 37 Eisenbahnwaggons zu entladen, teilte die US-Botschaft in Warschau mit. Demnach sollen 100 bis 150 normalerweise im deutschen Kaiserslautern stationierte US-Soldaten die Raketen warten und polnische Soldaten mit den Waffen vertraut machen. Die Kleinstadt Mohrungen ist nur 60 Kilometer von Königsberg entfernt. Polen hatte wiederholt betont, daß der Ort wegen seiner guten Infrastruktur als Standort für die US-Raketen ausgewählt worden sei – und nicht aus politischen oder strategischen Gründen. Die USA und Polen hatten im Dezember 2009 ein Abkommen über die Stationierung von Patriot-Raketen und US-Soldaten in dem osteuropäischen Land unterzeichnet. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte zuvor den Verzicht auf ein von seinem Amtsvorgänger George W. Bush geplantes Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien erklärt. Dafür kündigte sie ein flexibleres System an, das sich auf die Abwehr iranischer Kurz- und Mittelstreckenraketen konzentrieren soll. Rußland hatte den ursprünglich geplanten Raketenschild wiederholt als Bedrohung für die eigene Sicherheit kritisiert und zwischenzeitlich mit der Stationierung von Iskander-Raketen in Königsberg gedroht.

Wächter auf dem Wasser

Montag, 21. Juni 2010

dmz-76-1Das USV-Schnellboot „Protector“

Mit dem Anschlag auf den US-Zerstörer „Cole“ in der jemenitischen Hafenstadt Aden im Oktober 2000 wurde deutlich, daß auch modernste Kriegsschiffe – selbst wenn sie in einem „sicheren“ Hafen liegen – durch unkonventionelle Angriffsmethoden stark gefährdet sind. Obwohl zum Zeitpunkt des Anschlages für die Besatzung der „Cole“ die mittlere Alarmstufe BRAVO (bewaffnete Soldaten sichern dabei das Deck) ausgegeben war, konnte ein mit Sprengstoff beladenes und von zwei Terroristen gesteuertes ziviles Schlauchboot ungehindert an das Schiff heranfahren. Die Wucht der Detonation riß in Höhe des Maschinenraums ein neun mal zwölf Meter großes Loch in den Rumpf. Dabei wurden 19 Menschen getötet und 39 weitere verletzt. Der Schaden war so groß, daß die „Cole“ ihre Mission (Geleitschutz für den Flugzeugträger USS „George Washington“) abbrechen mußte und in die USA zurückgebracht wurde. Die Kosten für Überführung und Reparatur beliefen sich auf insgesamt 250 Millionen US-Dollar. (weiterlesen…)

Leise Feindfahrt

Montag, 21. Juni 2010

dmz-76-2Drei große „Elektro“-Boote liefen 1945 noch aus

Sie kamen zu spät, aber sie gehörten, ebenso wie die weltweit aufsehenerregenden V2-Raketen und die vielfach gepriesenen ersten Düsenjäger Me 262, zu den legendären deutschen Wunderwaffen: Die fortschrittlichen, für den totalen Unterwasserkrieg entwickelten U-Boote des Typs XXI, die ab April 1944 im Eiltaktverfahren in Großserien auf den Großwerften trotz permanenter angloamerikanischer Bombenbedrohung aufgelegt wurden und von denen ein Jahr später 118 Boote – ursprünglich sollten 38 davon monatlich an die Kriegsmarine abgeliefert werden – von der U-Bootwaffe indienstgestellt und zügig auf ihren Einsatz vorbereitet waren. (weiterlesen…)

Militärische Leckerbissen

Montag, 21. Juni 2010

dmz-76-3Deutsche Militärfahrzeuge in Holland

Geschichtliche Begebenheiten gewinnen einen eigentümlichen Reiz, wenn wir die Örtlichkeit kennen, wo sie stattgefunden haben“, soll der preußische Generalfeldmarschall Helmut von Moltke einmal gesagt haben. Wer diese Erfahrung sammeln möchte, für den lohnt sich der Weg in das nur wenige Kilometer westlich der deutsch-niederländischen Grenze gelegene Overloon. Hier befindet sich das „Nationale Kriegs- und Widerstandsmuseum“ der Niederlande. Es hat eine bemerkenswerte Geschichte. Im Mai des Jahres 1946 hatte ein Gründungskomitee aus dem Dorf Overloon mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen. Erklärte Absicht war es, damit an die heftige Schlacht zu erinnern, die in der Zeit vom 24. September bis zum 16. 0ktober 1944 in dem Gebiet zwischen Overloon und Venray zwischen alliierten und deutschen Truppen stattgefunden hat. Sie war unmittelbare Folge der Bildung des sogenannten „Holland-Korridors“ Eindhoven-Nimwegen durch die 2. britische Armee am 17. September 1944 (Operation „Market Garden“). Die hohen Erwartungen der Alliierten erfüllten sich jedoch nicht. Den deutschen Truppen gelang es, die Abwehrfront zwischen Nimwegen und Venlo zu stabilisieren. „Market Garden“, die Luftlandeoperation amerikanischer, britischer und polnischer Verbände bei Arnheim und Nimwegen, scheiterte. Die deutsche Verteidigung entlang der Reichsgrenze hielt stand. (weiterlesen…)