Archiv für die Kategorie „Waffentechnik“

Rüstungsindustrie: Lukrativer Verkauf von gebrauchten Bundeswehr-Panzern

Dienstag, 17. September 2013

Leopard 2 im Dienst der polnischen Armee (Foto: Wikimedia/Hiuppo, CC BY 3.0)

Berlin. Die deutsche Rüstungsindustrie verdient unter Mithilfe der Bundesregierung am Verkauf ausgemusterter Panzer auch aus Beständen der Bundeswehr.

Da die Bundeswehr und die Streitkräfte anderer Staaten wie etwa der Niederlande die Anzahl ihrer Panzer drastisch verringern, kaufen Konzerne wie Krauss-Maffei Wegmann (KMW) oder Rheinmetall die gebrauchten Stahlkolosse zurück, sanieren sie von Grund auf und verkaufen sie im Anschluß ins Ausland. Wie das “Handelsblatt” berichtet, hilft die Bundesregierung dabei tatkräftig: Allein in der zurückliegenden Legislaturperiode wurden 726 Ausfuhrgenehmigungen für gebrauchte Panzer aus deutscher Produktion erteilt, doppelt so viele wie in der Legislaturperiode davor. Größter Einzelabnehmer war dabei in den vergangenen vier Jahren Chile mit 172 Panzern vom Typ Leopard 2. Insgesamt wurden seit 1997 2.357 Panzer vom Typ Leopard 1 und 2 weltweit abgesetzt, 123 Leopard 2 stehen demnach gegenwärtig zum Verkauf bereit.

Bundeswehr in Afghanistan: Helikopter NH90 sorgt durch wiederholten Geräteausfall für Ärger

Montag, 16. September 2013

NH90 der Heeresflieger der Bundeswehr (Foto: Wikimedia/Igge, CC BY-SA 3.0)

Berlin/Mazar-i-Sharif. Die Bundeswehr in Afghanistan hadert mit dem neuen Transporthubschrauber NH90. Seit Jahresbeginn habe es mehrmals einen Komplettausfall der Navigationsanlage gegeben.

Wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” berichtet, belege eine Meldung des deutschen Einsatzgeschwaders Mazar-i-Sharif an das Einsatzführungskommando der Bundeswehr vom Juni den wiederholten Ausfall. Mindestens einmal sei dies während eines Einsatzes zur Rettung von Verwundeten passieren. Das Auftreten dieses Fehlers führe “im Regelfall zum Abbruch der Mission”, heißt es in dem Report. (weiterlesen…)

Technik-Probleme auf der Korvette “Magdeburg”: Millionenteure Lenkflugkörper stürzten ab

Montag, 26. August 2013

Die “Magdeburg” nach der Taufe im Jahr 2006 (Foto: Wikimedia)

Hamburg. Die Bundeswehr hat offenbar Probleme mit dem Waffensystem ihrer Korvetten. Zwei vor Norwegen abgefeuerte Lenkflugkörper fielen ins Meer.

Wie der “Spiegel” berichtet, seien Ende Mai zwei von der Korvette “Magdeburg” vor Norwegen abgeschossene Lenkflugkörper abgestürzt und im Meer versunken. Eine einzelne Rakete des verwendeten Typs kostet eine Million Euro. Dennoch will die Bundeswehr an dem Waffensystem festhalten, da es sich beim ersten Absturz um das Resultat eines “einmaligen Produktionsfehlers” gehandelt habe und im zweiten Fall ein Fehler im Kraftstoffsystem die Ursache gewesen sei. Im kommenden Jahr soll nun eine erneute Einsatzprüfung stattfinden, sobald die Lieferfirmen nachgebessert haben. (weiterlesen…)

Mit geballter Feuerkraft

Samstag, 24. August 2013

“Boxer” mit “Lance”-Turm, Foto: Hank Seeven

Radschützenpanzer: Der „Boxer“ mit dem Waffenturm „Lance“

Die Bundeswehr hat sich von ihrer ursprünglichen Verteidigungs-Doktrin und der relativ klaren Auf­gabenstruktur der drei Teilstreitkräfte mit der Neuausrichtung in eine Einsatzarmee, der unerwartet zügigen Abschaffung der Wehrpflicht und den schwer nachvollziehbaren Beteiligungen an zahlreichen Auslands-Missionen mittlerweile weitestgehend verabschiedet. Aus der Bundeswehrführung mehren sich indes die Warnungen vor dem Überschreiten der personellen und materiellen Belastungsgrenze. (weiterlesen…)

Weitere Kipprotorflugzeuge

Freitag, 23. August 2013
U.S. Air Force/SSgt. Brian Ferguson

Foto: U.S. Air Force/SSgt. Brian Ferguson

Washington. Das U.S. Marine Corps und das U.S. Air Force Special Operations Command werden insgesamt weitere 92 Kipprotorflugzeuge „Osprey“ der Typen MV-22 bzw. CV-22 beschaffen.

Dies teilten der Hersteller Boeing, der die Maschinen gemeinsam mit dem Hubschrauberhersteller Bell produziert, sowie das US-Verteidigungsministerium mit. Der Auftrag hat nach Angaben des Ministeriums bei einem garantierten Festpreis pro Stück ein finanzielles Volumen von 6,5 Milliarden US-Dollar. Die Maschinen werden im Laufe der nächsten fünf Jahre gebaut und ausgeliefert. Momentan verfügen die US-Streitkräfte bereits über 200 „Osprey“-Flugzeuge.

Kampfflugzeuge für Korea

Freitag, 23. August 2013
Foto: DMZ-Archiv

Foto: DMZ-Archiv

Seoul. Der südkoreanische Flugzeughersteller Korean Aerospace Industries (KAI) hat die Lieferung von weiteren leichten Kampfflugzeugen FA-50 an die südkoreanische Luftwaffe bekanntgegeben.

Ein entsprechender Auftrag im Wert von rund einer Milliarde US‑Dollar sei bereits erteilt worden. Wie viele FA-50 man liefern werde, wird geheimgehalten – allerdings sei durch den Großauftrag die Produktion bis weit in das Jahr 2016 garantiert. (weiterlesen…)

Heckler & Koch in der Misere

Freitag, 23. August 2013
Heckler & Koch-Firmensitz in Oberndorf, Foto: Aspiriniks

Heckler & Koch-Firmensitz in Oberndorf, Foto: Aspiriniks

Oberndorf am Neckar. Deutschlands führende Handwaffenschmiede Heckler & Koch ist nach hohen Verlusten bilanziell verschuldet und hat damit mehr Schulden als Vermögen. Eine Insolvenz kann allerdings wegen guter Geschäftsaussichten abgewendet werden.

Nach einem massiven finanziellen Absturz in den Jahren 2011 und 2012 geht das Oberndorfer Rüstungsunternehmen künftig wieder von deutlichen Gewinnen aus. 2013 und 2014 sollen jeweils Gewinne im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielt werden. Wirtschaftsprüfer bestätigten die positive Prognose. Auf Hilfe sei Heckler & Koch dabei nicht angewiesen. Man könne aus eigener Kraft die vertraglichen Verpflichtungen erfüllen, die Kapitalbasis stärken und die Verschuldung reduzieren. Die Bundeswehr hat im Juli dieses Jahres 12.700 neue Maschinengewehre MG5 im Wert von 140 Millionen Euro bestellt. Waffen aus dem Hause Heckler & Koch sind international gefragt, die wichtigsten Exportnationen sind Großbritannien und die USA.

„Miami“ wird verschrottet

Freitag, 23. August 2013
Foto: U.S. Navy/Jim Cleveland

Foto: U.S. Navy/Jim Cleveland

Washington. Das US-amerikanische Atom-U-Boot U.S.S. „Miami“ wird verschrottet.

Das moderne Boot, dem noch weit über zehn Jahre Dienstzeit bevorgestanden hätten, war am 23. Mai 2012 von einem Werftarbeiter mit einem Bündel Putzlappen in Brand gesteckt worden. Der Mann wollte auf diese radikale Weise seine Arbeitsschicht vorzeitig beenden. Die „Miami“ brannte mehr als zwölf Stunden lang und wurde weiträumig zerstört. Eigentlich war angedacht, den Schaden an dem wertvollen Boot zu beheben und die „Miami“ 2015 wieder in See stechen zu lassen. Die geschätzten Kosten für eine Reparatur haben sich allerdings mittlerweile von 450 auf bis zu 700 Millionen US-Dollar erhöht. Das Pentagon hat aus diesem Grund entschieden, das 110 Meter lange Boot abzuwracken – selbst das schlägt allerdings noch mit 54 Millionen US-Dollar zu Buche. Die Entscheidung sei „nicht leicht gefallen“. Kritiker bis hin zu Senatoren machen die Kürzungen im Verteidigungsetat für das Dilemma verantwortlich. Der Brandstifter ist im März 2013 zu einer 17 Jahre langen Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Milliardenschwere Waffen-Exporte an Golf-Staaten: Neuer Rekord in Sichtweite?

Montag, 12. August 2013

Leopard 2 im Dienst der polnischen Armee (Foto: Wikimedia/Hiuppo, CC BY 3.0)

Berlin/Riad/Doha. Die deutschen Waffen-Exporte an die sogenannten Golf-Kooperationsstaaten steuern auf einen neuen Rekord zu. Das geht aus den neuesten Zahlen der Bundesregierung hervor.

Wie die “Süddeutsche Zeitung” unter Berufung auf eine ihr vorliegende Beantwortung einer Anfrage der Linken im Bundestag berichtet, wurden von der Bundesregierung im ersten Halbjahr 2013 bereits Ausfuhrgenehmigungen im Wert von knapp 817 Millionen Euro erteilt. Hält dieser Trend an, dürften die Einnahmen der deutschen Rüstungskonzerne aus den Geschäften mit den Golfstaaten 2013 auf einen neuen Rekord klettern, nachdem bereits im vergangenen Jahr mit 1,42 Milliarden Euro Umsatz die Zahlen von 2011 mehr als verdoppelt wurden. (weiterlesen…)

Raubtier der Bundeswehr

Montag, 29. Oktober 2012

„Wolf“-Nachfolger: LAPV 5.4 „Enok“
Keine Nachkriegsepoche hat so starke Veränderungen für die Bundeswehr mit sich gebracht, wie die Einsatzzeit (seit 2001) in Afghanistan. Niemand hat die Soldaten ausreichend auf das vorbereitet, was dort über sie hereinbrach. Extremes Klima, kaum nennenswerte Infrastruktur, eine teils feindlich gesinnte Bevölkerung und die von den regionalen Rebellengruppen geführte Guerillataktik gegen die ISAF-Verbände. (weiterlesen…)