Archiv für die Kategorie „Geschichte“

Kampf um Galizien

Dienstag, 29. Oktober 2013

Foto: DMZ-Archiv

Französische Waffen-SS-Freiwillige gegen die Rote Armee

Infolge der am 22. Juni 1944 beginnenden sowjetischen Sommeroffensive brachen die überlasteten Fronten der deutschen Heeresgruppen Mitte und Nordukraine trotz heftigen Widerstands innerhalb weniger Tage zusammen. Die Rote Armee war mit einer derartigen personellen und materiellen Überlegenheit angetreten, daß die deutsche Wehrmacht kaum etwas entgegensetzen konnte. Berichteten die deutschen Zeitungen am 23. Juni 1944 zunächst von „örtlichen Einbrüchen“, so zeigte eine Meldung vom 28. Juli 1944 bereits, daß die sowjetischen Truppen in knapp fünf Wochen enormen Raum gewonnen hatten: „Im Zuge dieser Frontbegradigung wurden nach Zerstörung aller militärisch wichtigen Anlagen die Städte Lemberg, Brest-Litowsk, Bialystok und Dünaburg geräumt.“ (weiterlesen…)

Geheimdienst: BND war in den 80er-Jahren in Afghanistan gegen die Sowjetunion aktiv

Freitag, 11. Oktober 2013

Sowjet-Soldat in Afghanistan, 1988 (Foto: Wikimedia/A. Solomonov, CC BY-SA 3.0)

Berlin/Kabul. Der Bundesnachrichtendienst (BND) war während der Intervention der Sowjetunion in Afghanisten in den 1980er-Jahren aktiv. Das belegen neue Erkenntnisse.

Wie das ZDF und die “Welt” berichten, seien Agenten des BND im Rahmen der streng geheimen Operation “Sommerregen” in Afghanistan und dem benachbarten Pakistan tätig gewesen. Aufgabe war es demnach, in Afghanistan eingesetzte sowjetische Militärtechnologie zu beschaffen, von besonderem Interesse seien neue Panzerungen, Munitionsarten, Nachtsichtgeräte und Navigationstechnologie der Roten Armee gewesen, so die Berichte.  Der frühere BND-Präsident Hans-Georg Wieck sagte dem Blatt: “Es gehörte zu den Aufgaben des BND, sowjetisches Rüstungsmaterial zu sichern, um dieses zur Untersuchung nach Deutschland zu bringen.” Die Bundesregierungen des damaligen Kanzlers Helmut Schmidt (SPD) und die seines Nachfolgers Helmut Kohl (CDU) genehmigten die Operationen, der Bundestag wußte von nichts. (weiterlesen…)

Völkerringen

Samstag, 24. August 2013

Völkerschlacht, Foto: DMZ-Archiv

Oktober 1813: Völkerschlacht bei Leipzig

Sie besiegelte nicht nur die französische Niederlage in den Befreiungskriegen (1813–1815), sondern sie war mit mehr als 600.000 beteiligten Soldaten auch die wohl größte Schlacht der Weltgeschichte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Die Völkerschlacht bei Leipzig im Ok­tober 1813 ist legendär. Mit Napoleons Niederlage gegen die verbündeten Preußen, Russen, Österreicher, Schweden und kleindeutschen Staaten brach das französische Joch über Europa endgültig auseinander. Zwar dauerten die Kriege noch zwei Jahre an – doch ihr Ausgang stand nicht mehr infrage. (weiterlesen…)

Deutscher Soldatenfriedhof bei Smolensk

Freitag, 23. August 2013

Moskau. Im westrussischen Duchowschtschina bei Smolensk ist am 4. August 68 Jahre nach Kriegsende der letzte, neue Soldatenfriedhof für die auf russischem Boden gefallenen deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs eingeweiht worden.

Er soll als letzte Ruhestätte für 70.000 Wehrmachtsoldaten dienen, 30.000 wurden bereits beigesetzt – darunter, im Rahmen der Einweihungsfeier, der 500.000. in Rußland gefallene Wehrmachtsoldat. Auf großen Granitstelen sind die Namen der Toten eingraviert. Die russische Regierung unterstützt das Projekt, das mit 600.000 Euro aus deutschen Spenden- und Steuergeldern finanziert wird. Eine Minderheit der Anwohner und einige lokale Medien ereifern sich allerdings über die Ruhestätte: „Wenn dieser Faschisten-Friedhof kommt, gibt es Krieg“, droht eine Provinzpostille. Zu der Einweihungszeremonie war neben zahlreichen Angehörigen der Gefallenen auch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) angereist.

Zitadelle der Heiligen

Mittwoch, 7. Dezember 2011

St. Helena: Der Verbannungsort Napoleons heute

Die südatlantische Insel St. Helena, berühmter letzter Verbannungsort Napoleons, wird von den In­sulanern ganz offiziell „Saints“ genannt – die „Heilige“. Und die Insel war nicht nur als Verbannungsort beliebt, sondern auch wegen ihrer strategischen Bedeutung.
Es war der exilierte Napoleon, der die Hochrüstung herbeiführte. Denn bis zu seiner Anlandung im Jahre 1815 hatte die 1502 von Portugiesen entdeckte und seit 1659 in britischem Besitz befindliche Insel viele Jahre in unschuldigem Dornröschenschlaf dahingedämmert. (weiterlesen…)

95 deutsche Kriegsgräber geschändet

Montag, 21. Juni 2010

SoldatenfriedhofAuf einem Soldatenfriedhof im Elsaß haben unbekannte Täter 95 deutsche Kriegsgräber geschändet. Wie eine Sprecherin in der Präfektur in Colmar mitteilte, wurden auf dem Friedhof im südelsässischen Guebville Kreuze zerbrochen und umgekippt. Die Tat sei von einer Frau entdeckt worden, die mit ihrem Hund spazieren ging. Auf einem Grab sei eine „beleidigende Inschrift“ gefunden worden, sagte die Sprecherin weiter. Auf ihm stand laut einem Photographen der Nachrichtenagentur AFP das Wort „Hurenrasse“. Der Präfekt des Departements Oberelsaß, Pierre-Andre Peyvel, will den Friedhof besuchen, er war während des Ersten Weltkrieges ein­gerichtet worden. ­Bestattet sind dort deutsche und französische Soldaten aus beiden Weltkriegen. Nach Auskunft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruhen 1.238 gefallene Deutsche auf dem Friedhof. Während des Ersten Weltkrieges gehörten das Elsaß und Ostlothringen noch zum Deutschen Kaiserreich. Somit kämpften auch Elsässer und Lothringer in deutscher Uniform. Nach der Niederlage Deutschlands kam die Grenzregion zu Frankreich.

Bunkerwelten entdecken

Mittwoch, 14. April 2010

Imposante Ausstellungsstücke: Diese Fliegerbombe der Alliierten wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes gefunden und wird nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Imposante Ausstellungsstücke: Diese Fliegerbombe der Alliierten wurde auf dem Gelände des Fliegerhorstes gefunden und wird nun der Öffentlichkeit präsentiert.

In Tutow entsteht derzeit ein privates Militärmuseum

Nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht mehr viel zu sehen vom Örtchen Tutow in Mecklenburg-Vorpommern. Der Grund: Tutow gehörte spätestens ab 1943 zu den Zielen der strategischen Bomberverbände der Alliierten. Seit Beginn der 1930er Jahre befand sich dort der Fliegerhorst Tutow – einer der modernsten überhaupt. Dort wurde der Fliegernachwuchs der deutschen Wehrmacht ausgebildet. Für die jungen Flieger hatte der Fliegerhorst jede Menge zu bieten: Für deren Freizeitgestaltung standen ein Stadion, eine Schwimmhalle, eine Turnhalle, eine Kegelbahn, ein Tennisplatz, ein Schießstand und eine große Bibliothek mit Lesesaal zur Verfügung. (weiterlesen…)

Der Reiter von Windhuk

Mittwoch, 14. April 2010

Deutsche Schutztruppen-Kompanie in Deutsch-Südwestafrika auf dem Marsch

Deutsche Schutztruppen-Kompanie in Deutsch-Südwestafrika auf dem Marsch

Deutsches Schutztruppendenkmal steht wieder

Der Reiter von Windhuk steht wieder. Etwa hundert Meter vom alten Standort entfernt hält er nun vor der Alten Feste über der Hauptstadt Wacht. Im nicht gerade an Denkmälern reichen Namibia gehört er zu den bekanntesten und beliebtesten Fotomotiven. Täglich posieren Touristen aus aller Welt in seinem Schatten, und mehrmals im Jahr treffen sich Vertreter der deutschen Minderheit zu seinen Füßen, als einem Symbol ihrer deutsch-südwester Identität. Daß er noch so dasteht, wie er im Jahre 1912 am Geburtstag des deutschen Kaisers Wilhelm II. (27. Januar) eingeweiht wurde, ist schon ein kleines Wunder, denn die Worte: „Der eherne Reiter der Schutztruppe, der von dieser Stelle aus in das Land blickt, verkündet der Welt, daß wir hier die Herren sind und bleiben werden“ des damaligen Gouverneurs Dr. Theodor Seitz wurden schneller von der Wirklichkeit eingeholt, als es sich irgendjemand hatte träumen lassen. (weiterlesen…)

„Bessere Kampfmoral“

Donnerstag, 4. Februar 2010
Deutsch-französischer Krieg 1870/71: Preußische Ulanen überrumpeln französische Vorposten bei Saarbrücken (Aquarell von M. Plinzner)

Deutsch-französischer Krieg 1870/71: Preußische Ulanen überrumpeln französische Vorposten bei Saarbrücken (Aquarell von M. Plinzner)

Olaf Haselhorst im DMZ-Gespräch über den deutsch-französischen Krieg 1870/71

DMZ: Herr Haselhorst, wie kommt es, daß sich Wissenschaftler heutzutage mit dem Deutsch-Französischen Krieg befassen? Ist dazu nicht bereits alles gesagt?

Haselhorst: Der Hauptbeweggrund für unser Projekt „Deutsch-Französischer Krieg“ ist die herausragende Bedeutung, die dieser letzte der Einigungskriege nicht nur für die deutsche, sondern auch für die europäische Geschichte insgesamt hat. Mit der Einigung Deutschlands vollendete sich ein langgehegter Traum der deutschen Nationalbewegung, sie revolutionierte die politischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts. (weiterlesen…)