Archiv für die Kategorie „Bundeswehr“

Auf heimlicher Fahrt

Freitag, 13. Dezember 2013

97dmz3

Auftrag Aufklärung: Die Flottendienstboote der Deutschen Marine


Unter höchster Geheimhaltung operieren die Flottendienstboote der Deutschen Marine auf dem schmalen Grat zwischen militärischer und nachrichtendienstlicher Aufklärung. Auch ohne Bundestagsmandat kreuzen sie immer wieder vor Krisengebieten genauso wie in der Ostsee. Wenn sie gerade einmal nicht im Einsatz sind, liegen die kleinen, aber mit modernster Technik bestückten Boote hermetisch gesichert im Eckernförder U-Boothafen – in ständiger Bereitschaft. (weiterlesen…)

Vor den Toren Roms

Freitag, 13. Dezember 2013

97dmz2Waffen-SS im Abwehrkampf: Die alliierte Landung bei Nettuno


Nachdem Einheiten der 5. US-Armee und der 8. britischen Armee im September 1943 in Süditalien gelandet waren, blieben sie Ende 1943 vor der deutschen Gustav-Linie – etwa 100 Kilometer südlich der italienischen Hauptstadt Rom – liegen. Da ein Durchbruchsversuch im Winter keinen Erfolg versprach, begannen alliierte Planungen, die deutschen Verteidigungsstellungen mittels einer weiteren Landeoperation hinter der Hauptkampflinie von hinten aufzurollen. (weiterlesen…)

Rufzeichen „Delta“

Freitag, 13. Dezember 2013

97dmz1Polizeielite: Die norwegischen Beredskapstroppen


Der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik ließ am 22. Juli 2011 eine Autobombe in Oslo, der Hauptstadt Norwegens, explodieren und tötete wenig später 63 Menschen auf der kleinen Insel Utøya. Die Opfer waren zumeist Jugendliche. Als seiner schrecklichen Tat schließlich ein Ende gemacht wurde, waren es Polizisten der Spezialeinheit Beredskapstroppen (dt. etwa Notfall-Einheit), die ihn festnahmen. Gleichzeitig waren Kräfte der Einheit an der Absicherung Oslos nach der Explosion der Autobombe beteiligt. Die Einheit, die auf den Rufnamen „Delta“ hört, ist für die Terrorismus-bekämpfung in ganz Norwegen zuständig – einschließlich der Bohrinseln vor der Küste. (weiterlesen…)

Neue Fregatte 125: Auslieferung an die Marine verzögert sich wohl bis 2017

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Berlin. Der Termin für die Indienststellung der neuen Fregatten der 125er-Klasse könnte sich weiter nach hinten verschieben. Mittlerweile ist sogar der ohnehin bereits um zwei Jahre auf 2016 verschobene Start fraglich.

Einem Bericht der “Kieler Nachrichten” zufolge soll die erste der vier neuen Fregatten zum Stückpreis von 650 Millionen Euro voraussichtlich erst 2017 statt wie zuletzt geplant 2016 in Dienst gestellt werden. Ursache seien Qualitätsmängel beim Bau des Rumpfes, die Mehrkosten von bis zu 100 Millionen Euro verursachten. So blätterte etwa ein Flammschutz-Anstrich nach dem Zusammenbau des Rumpfes im Dock ab, woraufhin viele bereits verschweißte Sektionen wieder geöffnet werden mußten. Die Mängel seien durch einen Zulieferer des Herstellers ThyssenKrupp verursacht worden und inzwischen beseitigt. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte den Bericht, nannte jedoch keine Details.

Bundeswehr: Marine muß sich in den nächsten Jahren auf Nachwuchsmangel gefaßt machen

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Die Korvette “Magdeburg” nach der Taufe im Jahr 2006 (Foto: Wikimedia)

Berlin. Die Seestreitkräfte der Bundeswehr müssen sich auch in den kommenden Jahren auf einen deutlich wahrnehmbaren Mangel an geeignetem Nachwuchs einstellen.

“Die Personallage der Marine wird auch in der mittelfristigen Perspektive (bis 2017) voraussichtlich durch eine Unterdeckung bestimmt bleiben”, teilte ein Sprecher der Marine dem “Spiegel” mit. Demnach fehlten im Jahr 2013 bei der Marine rund 1.000 bis 1.500 Soldaten. Besonders groß ist der Mangel bei den Fachunteroffizieren, speziell in den technisch orientierten Verwendungen. In der Vergangenheit habe die Marine “zwischen 75 und 90 Prozent” des Bedarfs decken können, so der Sprecher. Besserung soll nun die “Personaloffensive Marine” bringen, in deren Rahmen mehr Nachwuchskräfte geworben werden sollen. Bereits im Jahr 2012 hat die Bundeswehr aufgrund des Nachwuchsmangels die Rekordsumme von über 20 Millionen Euro für Werbemaßnahmen ausgegeben.

Wehrverwaltung und Bundesrechnungshof: Ärger um neues Maschinengewehr MG5

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Berlin. Dem Verteidigungsministerium droht erneut Ärger wegen der Beschaffung neuer Militärtechnik.

Wie das ARD-Magazin “Monitor” berichtet, erklärte der Bundesrechnungshof, er prüfe das Beschaffungsprojekt für das neue Maschinengewehr MG5 ebenso wie “die Erprobung der Waffen durch die Bundeswehr”. Die Beschaffung des MG5 soll dem Bericht zufolge auch innerhalb der Wehrverwaltung umstritten sein. In einer internen Entscheidungsvorlage des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr wird demnach sogar empfohlen, “das Maschinengewehr (…) MG5 nach kritischer Überprüfung (…) neu auszuschreiben.” (weiterlesen…)

Asylbewerber-Flut: Soldaten der Bundeswehr sollen beim Bearbeiten der Anträge aushelfen

Dienstag, 10. Dezember 2013

Illegale Einwanderer bei ihrer Ankunft auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa (Foto: Wikipedia/Sara Prestianni/noborder network, CC BY 2.0)

Berlin. Aktive Soldaten der Bundeswehr sollen offenbar demnächst bei der Bearbeitung von Asylanträgen aushelfen.

Die Streitkräfte werden auf Bitten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgeliehen, berichtet die Tageszeitung “Neues Deutschland”. Gesucht werden demnach Freiwillige mit Feldwebeldienstgraden. Laut einem internem Schreiben des Bundeswehr-Personalmanagements erhalten die Soldaten ein Einweisung am Arbeitsplatz vor Ort und werden dann bei der Antragsbearbeitung im Asylverfahrenssekretariat eingesetzt, weshalb Kenntnisse in Stabsdienstarbeit von Vorteil seien. “Kernzeitraum” für die personelle Unterstützung des BAMF seien sechs Monate zwischen dem 1. März bis und 31. August 2014. (weiterlesen…)

Dunkelzifferstudie: Weitaus mehr Soldaten von PTBS betroffen als bislang vermutet

Dienstag, 3. Dezember 2013

Deutsche ISAF-Patrouille in Afghanistan (Foto: flickr/isafmedia, CC BY 2.0)

Berlin. Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die mit traumatischen Störungen aus dem Einsatz im Ausland zurückkehren, ist größer als bisher angenommen. Das geht aus der sogenannten Dunkelzifferstudie hervor, die der Bundestag 2009 in Auftrag gegeben hatte.

Die Auswertung ergab, daß rund drei Prozent der Soldaten nach dem Einsatz eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) entwickelten. Bei zwei Dritteln der Erkrankten wurde außerdem festgestellt, daß sie bereits vor dem Auslandseinsatz psychische Probleme hatten. Laut der Studie werden höchstens 20 Prozent der psychischen Erkrankungen – wie etwa PTBS – defenitiv erkannt und behandelt. 80 bis 90 Prozent der Betroffenen würden dagegen nicht rechtzeitig behandelt, jeder zweite überhaupt nicht. Den Ergebnissen zufolge sucht nur etwa jeder fünfte betroffene Soldat professionelle Hilfe, 2013 ließen sich rund 1.100 Soldaten mit PTBS-Diagnose behandeln. “Viele Betroffene haben aber Angst vor dem Gang zum Psychiater oder Psychotherapeuten, oder sie befürchten negative Folgen für die Karriere”, so Studienleiter Professor Hans-Ulrich Wittchen, Chef des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität (TU) Dresden, gegenüber der “Welt”.

“Tiger” und “NH90″: Neue Hubschrauber der Bundeswehr deutlich teurer als geplant

Montag, 2. Dezember 2013

NH90 der Heeresflieger der Bundeswehr (Foto: Wikimedia/Igge, CC BY-SA 3.0)

Berlin. Die neuen Militärhubschrauber der Bundeswehr “Tiger” und “NH90″ werden offenbar deutlich teurer als bislang geplant.

Das geht aus einem als “amtlich geheim” eingestuften Dokument des Bundesrechnungshofs hervor, das dem ARD-Magazin “Monitor” vorliegt. Danach steigt der Stückpreis des Kampfhubschraubers “Tiger” von 47 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro. Der Transporthubschrauber “NH90″ kostet laut Bundesrechnungshof 46 statt 38 Millionen pro Stück, in der Marineversion sogar 51 Millionen Euro. (weiterlesen…)

Bundestagsbeschluß: Bundeswehr bleibt weiteres Jahr im Sudan und Südsudan

Montag, 2. Dezember 2013

Berlin/Juba. Die Bundeswehr wird sich ein weiteres Jahr an der UNMISS-Friedensmission im Südsudan beteiligen. Das hat der Bundestag beschlossen.

541 Abgeordnete stimmten für die Verlängerung des Mandats, 60 dagegen, zwei enthielten sich. Lediglich die Linke verweigerte geschlossen ihre Zustimmung. Das Mandat erlaubt den Einsatz von höchstens 50 Angehörigen der Bundeswehr, die den Frieden gewährleisten und die Regierung beim Aufbau eines Rechtssystems sowie der Stärkung der Bereiche Sicherheit und Justiz unterstützen sollen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sagte in seiner Rede laut “Spiegel”, trotz aller anhaltender Defizite und Mängel seien in dem Land, das sich 2011 vom Sudan abspaltete, “erste kleinere Erfolge” zu erkennen. Auch die UNAMID-Mission in der westsudanesischen Region Darfur, an der derzeit neun Bundeswehrangehörige beteiligt sind, wurde vom Bundestag um ein Jahr verlängert.