Wehrbericht für das Jahr 2013: Rekordzahl an Sorgen und Nöten

Panzergrenadiere der Bundeswehr bei einer Übung
(Foto: Wikimedia/Bundeswehr-Fotos, CC BY 2.0)

Berlin. Der Wehrbeauft ragte des Bundestags, Hellmut Königshaus (FDP), hat in seinem Jahresbericht für 2013 Nachbesserungen bei der Bundeswehrreform angemahnt.

Gleichzeitig solle aber keine Reform der Reform stattfinden, die den Soldaten noch mehr Planungssicherheit nehme. Königshaus forderte stattdessen, daß z.B. bei der Standortplanung – dort, „wo noch keine unveränderlichen Fakten geschaffen sind“ – nachgearbeitet werde. Die Bundeswehrreform sieht bisher die Schließung etlicher Standorte vor. Weiterhin kritisierte der Wehrbeauftragte unter anderem, daß die Einsatzbelastung in bestimmten Bereichen der Bundeswehr am Limit stehe. Gleichzeitig seien besonders belastete Truppenteile – wie die Spezialpioniere – im Zuge der Reform auch noch von Verkleinerungen betroffen. Der Wehrbericht macht auch eine zunehmende Unsicherheit und Unzufriedenheit bei den Soldaten deutlich: Mit 5.095 Eingaben hat sich eine Rekordzahl von Soldaten mit ihren Beschwerden, Sorgen und Nöten an den Wehrbeauftragten gewandt. Das sind 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der DMZ Januar/Februar 2014
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