Verteidigungsministerium: “Puma”-Auslieferung verzögert sich weiter

Berlin. Die Auslieferung des neuen Schützenpanzers “Puma” verzögert sich ein weiteres Mal.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière erklärte kürzlich, eine Übernahme des von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) produzierten Schützenpanzers sei bisher nicht möglich, da es Probleme mit der Elektronik, der Software, der Sichtmöglichkeit des Fahrers bei Tag und Nacht und mit dem Gewicht des Fahrzeugs gebe. Wann der neue Schützenpanzer schließlich bei der Truppe ankommen werde, konnte de Maizière nicht sagen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. “Jetzt geht es erst einmal darum, in welcher Weise das Unternehmen Gelegenheit bekommt, in einer Nachfrist die Mängel abzustellen”, so der Minister.

Zuletzt war bekannt geworden, daß die Kosten für einen “Puma” auf rund 10 Millionen Euro gestiegen sind. Die Kosten des gesamten Rüstungsprojekts belaufen sich demnach aktuell auf 4,3 Milliarden Euro, während 2009 noch von 3,1 Milliarden Euro die Rede war. Dabei wurde die Zahl der bestellten Fahrzeuge zwischenzeitlich sogar von 405 auf 350 Exemplare reduziert. Ursprünglich war der Panzer entwickelt worden, um den in Afghanistan stationierten Soldaten der Bundeswehr einen besseren Schutz zu ermöglichen, als ihnen der Schützenpanzer “Marder” derzeit bieten kann. Daraus wird nun nichts mehr.

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