Technik-Probleme auf der Korvette “Magdeburg”: Millionenteure Lenkflugkörper stürzten ab

Die “Magdeburg” nach der Taufe im Jahr 2006 (Foto: Wikimedia)

Hamburg. Die Bundeswehr hat offenbar Probleme mit dem Waffensystem ihrer Korvetten. Zwei vor Norwegen abgefeuerte Lenkflugkörper fielen ins Meer.

Wie der “Spiegel” berichtet, seien Ende Mai zwei von der Korvette “Magdeburg” vor Norwegen abgeschossene Lenkflugkörper abgestürzt und im Meer versunken. Eine einzelne Rakete des verwendeten Typs kostet eine Million Euro. Dennoch will die Bundeswehr an dem Waffensystem festhalten, da es sich beim ersten Absturz um das Resultat eines “einmaligen Produktionsfehlers” gehandelt habe und im zweiten Fall ein Fehler im Kraftstoffsystem die Ursache gewesen sei. Im kommenden Jahr soll nun eine erneute Einsatzprüfung stattfinden, sobald die Lieferfirmen nachgebessert haben.

Die Korvette der Klasse 130 (”Braunschweig”-Klasse) nimmt am UNIFIL-Einsatz (United Nations Interim Force in Lebanon) vor der libanesischen Küste im Mittelmeer teil. Der Einsatzverband hat die Aufgabe, in Abstimmung mit der libanesischen Marine die Seewege vor der Küste zu überwachen und den Waffenschmuggel in den Libanon zu unterbinden. Bereits vor diesem Einsatz waren die Korvetten durch technische Mängel in die Schlagzeilen geraten.

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