Heckler & Koch in der Misere

Heckler & Koch-Firmensitz in Oberndorf, Foto: Aspiriniks

Heckler & Koch-Firmensitz in Oberndorf, Foto: Aspiriniks

Oberndorf am Neckar. Deutschlands führende Handwaffenschmiede Heckler & Koch ist nach hohen Verlusten bilanziell verschuldet und hat damit mehr Schulden als Vermögen. Eine Insolvenz kann allerdings wegen guter Geschäftsaussichten abgewendet werden.

Nach einem massiven finanziellen Absturz in den Jahren 2011 und 2012 geht das Oberndorfer Rüstungsunternehmen künftig wieder von deutlichen Gewinnen aus. 2013 und 2014 sollen jeweils Gewinne im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielt werden. Wirtschaftsprüfer bestätigten die positive Prognose. Auf Hilfe sei Heckler & Koch dabei nicht angewiesen. Man könne aus eigener Kraft die vertraglichen Verpflichtungen erfüllen, die Kapitalbasis stärken und die Verschuldung reduzieren. Die Bundeswehr hat im Juli dieses Jahres 12.700 neue Maschinengewehre MG5 im Wert von 140 Millionen Euro bestellt. Waffen aus dem Hause Heckler & Koch sind international gefragt, die wichtigsten Exportnationen sind Großbritannien und die USA.

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