Deutscher Soldatenfriedhof bei Smolensk

Moskau. Im westrussischen Duchowschtschina bei Smolensk ist am 4. August 68 Jahre nach Kriegsende der letzte, neue Soldatenfriedhof für die auf russischem Boden gefallenen deutschen Soldaten des Zweiten Weltkriegs eingeweiht worden.

Er soll als letzte Ruhestätte für 70.000 Wehrmachtsoldaten dienen, 30.000 wurden bereits beigesetzt – darunter, im Rahmen der Einweihungsfeier, der 500.000. in Rußland gefallene Wehrmachtsoldat. Auf großen Granitstelen sind die Namen der Toten eingraviert. Die russische Regierung unterstützt das Projekt, das mit 600.000 Euro aus deutschen Spenden- und Steuergeldern finanziert wird. Eine Minderheit der Anwohner und einige lokale Medien ereifern sich allerdings über die Ruhestätte: „Wenn dieser Faschisten-Friedhof kommt, gibt es Krieg“, droht eine Provinzpostille. Zu der Einweihungszeremonie war neben zahlreichen Angehörigen der Gefallenen auch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) angereist.

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