„Miami“ wird verschrottet

Foto: U.S. Navy/Jim Cleveland

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Washington. Das US-amerikanische Atom-U-Boot U.S.S. „Miami“ wird verschrottet.

Das moderne Boot, dem noch weit über zehn Jahre Dienstzeit bevorgestanden hätten, war am 23. Mai 2012 von einem Werftarbeiter mit einem Bündel Putzlappen in Brand gesteckt worden. Der Mann wollte auf diese radikale Weise seine Arbeitsschicht vorzeitig beenden. Die „Miami“ brannte mehr als zwölf Stunden lang und wurde weiträumig zerstört. Eigentlich war angedacht, den Schaden an dem wertvollen Boot zu beheben und die „Miami“ 2015 wieder in See stechen zu lassen. Die geschätzten Kosten für eine Reparatur haben sich allerdings mittlerweile von 450 auf bis zu 700 Millionen US-Dollar erhöht. Das Pentagon hat aus diesem Grund entschieden, das 110 Meter lange Boot abzuwracken – selbst das schlägt allerdings noch mit 54 Millionen US-Dollar zu Buche. Die Entscheidung sei „nicht leicht gefallen“. Kritiker bis hin zu Senatoren machen die Kürzungen im Verteidigungsetat für das Dilemma verantwortlich. Der Brandstifter ist im März 2013 zu einer 17 Jahre langen Gefängnisstrafe verurteilt worden.

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