Spezialkräfte am Boden

Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr muß noch min­destens bis 2015 oder gar 2016 auf neue Hubschrauber für den Lufttransport warten. Dies berichtet Spiegel Online unter Berufung auf einen „geheimen Bericht“ aus dem Verteidigungsministerium, der dem Blatt vorliege. Ohne neue Hubschrauber sind die Elitesoldaten ins­besondere zu Luft­sturm- und Kommandoeinsätzen nur bedingt befähigt. Im Dauereinsatz in Afghanistan muß das KSK schon seit längerem hauptsächlich am Boden agieren. Grund: Fehlende­ Hubschrauber. Der Einsatz vom Boden aus ist ungleich gefährlicher und bietet kaum denselben Überraschungsmoment wie das Anrücken aus der Luft. Das KSK verfügt derzeit nur über eine kleine Flotte von Hubschraubern des Typs Bölkow BO-105. Die Maschinen sind jedoch veraltet, zu klein und zudem für Einsätze in heißen Regionen wie Afghanistan nicht geeignet. Der Verteidigungsausschuß des Bundestages beschloß daher schon im November 2011 die schnelle Beschaffung neuer leichter Mehrzweckhubschrauber für das Kommando. Die Umsetzung zieht sich nun offenbar in die Länge. Deutschland hat sich allerdings gegenüber der NATO ­verpflichtet, ab 2013 an internationalen Einsätzen von Spezialkräften aktiv teilzunehmen – entsprechende Missionen setzen die Befähigung zum eigenen Lufttransport voraus, erklärte der Verteidigungsausschluß schon 2011 in seinem Beschluß. Die FDP-Verteidigungs­expertin Elke Hoff sieht bereits jetzt „den Schutz der eigenen Soldaten in Afghanistan und die Bündnis­fähigkeit der Bundeswehr in ernster Gefahr“.

1 Kommentar zu „Spezialkräfte am Boden“

  1. Idebenone sagt:

    wobei andere bundeswehrspezifische Zulagen aufgerechnet werden. Ein Kommandosoldat hat jährlich seine Fähigkeiten und seine Kommandotauglichkeit in einem weiteren Testverfahren nachzuweisen. Solange er die körperlichen Leistungen erbringt, kann er im Kommando verbleiben.

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