Einsatz in Mali?

Angela Merkel (Foto: Wikipedia(Armin Linnartz

Angela Merkel (Foto: Wikipedia(Armin Linnartz

Die EU will einem Bericht der Bild zufolge mindestens 240 Soldaten in das von einem Aufstand erschütterte Mali entsenden. An dem Einsatz soll sich nach den Vorstellungen der EU auch die Bundeswehr betei­ligen. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) haben Deutschlands Bereitschaft zur Teilnahme an der Mis­sion bereits signalisiert. Der Norden des westafrikanischen Landes wird seit einem Staatsstreich von islamistischen Rebellen kontrolliert. Die internationale Mission soll bei der Ausbildung der malischen Armee helfen, damit diese die Lage militärisch wieder unter Kontrolle bringen kann. Das inter­nationale Kontingent soll sein Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako aufschlagen und dort über 15 Mo­nate vier einheimische Kampfbataillone ausbilden. Der Bundeswehrverband kritisierte unterdessen den „unüberlegten und verantwortungslosen Einsatz“, der „Teil einer nur lückenhaften politischen Konzeption“ sei. Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, André Wüstner, befürchtet „eine direkte Verwicklung in kriegerische Auseinandersetzungen“. Wie die Bild weiter berichtet, verfügen die Rebellen über Minen, Sturmgewehre, Panzerfäuste, Gra­naten und andere Waffen aus Beständen der libyschen Armee, die nach der Ermordung des libyschen Staatsoberhauptes Muammar al-Gadaffi islamistischen Gruppen, die dem Terrornetzwerk Al Kaida nahestehen, in die Hände gefallen sind.

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