Foto: 1x US Army, Pfc. Khori Johnson (3/4 AAB PAO), 1x DMZ-Archiv, 1x Navy Visual News Service (NVNS)

Tausendsassa „Bradley“

7. Dezember 2011

85dmz1Leistungsstarker Späh- und Schützenpanzer der US-Armee

Als 1967 der sowjetische Schützenpanzer BMP-1 im Rahmen der Oktoberparade auf dem Roten Platz erstmals in der Öffentlichkeit auftauchte und nicht mal ein Jahr später bereits erste Modelle an die Nationale Volksarmee der DDR ausgeliefert wurden, versetzte das neue Fahrzeug der NATO einen regelrechten Schock. Der BMP war ein Schützenpanzer einer neuen Generation, der Westen hatte dem nichts Gleichwertiges entgegen­zusetzen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Psycho-Krieger

7. Dezember 2011

85dmz3Fotos toter Kinder und PR-Kampagnen, Anschuldigungen und Ultimaten, Schalmeienklänge und Rebellen-TV: In Libyen versuchten alle Akteure, sich mittels psychologischer Kriegsführung zu behaupten, auf die Gegenseite Einfluß zu nehmen und ihre Ereignisdeutung durchzusetzen. Und dies nicht nur im Land selbst, sondern auch vor der Weltöffentlichkeit.

Im Libyenkonflikt sei „every tool in our toolbox“ (jedes zur Verfügung stehende Mittel) verwendet worden, so der Direktor des Vereinigten Stabs des US-Militärs, Vize­admiral William Gortney. Dazu gehört auch die psychologische Kriegsführung – bei den Amerikanern die Psychological Operations (PSYOPS). Die Amerikaner benannten so 1945 ihre Maßnahmen, Japan zur Kapitulation zu bewegen. Heute bedienen sich die Akteure auf allen wirtschaftlichen und militärischen Kriegsschauplätzen der psychologischen Kriegsführung – selbst die Taliban, für die Medien und PR lange Zeit des Teufels waren, operieren neuerdings mit Facebook und Twitter. Und so auch in Libyen: Die westliche Koalition wandte sie an, die Aufständischen und nicht zuletzt das schließlich von den Rebellen ermordete Staatsoberhaupt, Oberst Muammar al-Gaddafi. Allen war klar: Wie immer sich die Lage in Libyen noch entwickeln möge, die „Kommunikation“ würde dabei eine wichtige Rolle spielen. Es galt und gilt auch nach Gaddafis Tod noch, was General Schwarzkopf, 1991 Kommandeur der Koalitionskräfte im Zweiten Golfkrieg, formulierte: „Ich wußte in der Theorie, wozu PSYOPS da sind – das hatte ich in der Schule gelernt. Aber als ich PSYOPS aus erster Hand erlebte, erkannte ich ihren Wert, der weit größer ist, als ich angenommen hatte. In Zukunft werde ich mich vor jeder Operation um PSYOPS kümmern.“ Diesen Beitrag weiterlesen »

Der Atlantikwall

7. Dezember 2011

85dmz2Monumentales Bauwerk des Zweiten  Weltkrieges

Nach dem Sieg im Westen über Frankreich 1940 und dem Präventivschlag der Wehrmacht gegen die zum Angriff aufmarschierte Rote Armee 1941 befand sich die Masse der deutschen Streitkräfte in den Weiten Rußlands. Um der Gefahr einer alliierten Invasion im Westen zu begegnen, wurde auf Befehl Hitlers durch die Organisation Todt mit dem Bau eines gewaltigen Bollwerks am Meer begonnen, von der spanischen Grenze im Süden bis zu den Küsten Norwegens im Norden. Zum Schutz des Reiches entstanden im Laufe der Jahre tief­gestaffelte Verteidigungsstellungen, gewaltige Bunkerwerke zur Deckung weittragender und schwerer Geschütze, Funkmeßanlagen zum Erfassen und zu frühzeitiger Bekämpfung feindlicher Bomberströme auf dem Flug nach Deutschland, U-Bootbunker als Stützpunkte für die „Schlacht im Atlantik“, um Großbritannien von seinen Versorgungslinien abzuschneiden und vieles mehr. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nationalfeiertag

7. Dezember 2011

Leistungsschau auf dem Heldenplatz

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) und mehrere Mitglieder der österreichischen Bundesregierung eröffneten am 26. Oktober die Festlichkeiten am Nationalfeiertag des Landes traditionell mit einer Kranznieder­legung in der Krypta der Wiener Hofburg. Österreich gedenkt am Nationalfeiertag der 1955 beschlos­senen Neutralität des Landes. Dabei findet auf dem Heldenplatz in Wien jährlich auch eine Leistungsschau des Bundesheeres statt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zitadelle der Heiligen

7. Dezember 2011

St. Helena: Der Verbannungsort Napoleons heute

Die südatlantische Insel St. Helena, berühmter letzter Verbannungsort Napoleons, wird von den In­sulanern ganz offiziell „Saints“ genannt – die „Heilige“. Und die Insel war nicht nur als Verbannungsort beliebt, sondern auch wegen ihrer strategischen Bedeutung.
Es war der exilierte Napoleon, der die Hochrüstung herbeiführte. Denn bis zu seiner Anlandung im Jahre 1815 hatte die 1502 von Portugiesen entdeckte und seit 1659 in britischem Besitz befindliche Insel viele Jahre in unschuldigem Dornröschenschlaf dahingedämmert. Diesen Beitrag weiterlesen »

Syrien im Würgegriff

20. Oktober 2011

84dmz1Seit dem Frühling 2011 steht Syrien im Fokus der weltweiten Medienberichterstattung. Die Regierung gehe mit brutaler Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor, so die Berichte im Westen. Geopolitisch befindet sich das Land in einer schwierigen Situation. Die Kriegsdrohungen gegen Damaskus werden immer lauter.

Gott sei mit euch“, predigt Michael Moore von New York aus in Richtung Syrien. „Ich weiß, daß ihr erfolgreich sein werdet.” Der US-amerikanische Filme­macher drückt der „syrischen Demokratiebewegung“ die Daumen. Michael Moore wurde vor allem bekannt durch seine harsche Kritik an den US-amerikanischen Militäroperationen gegen Afghanistan und Irak. In Washington gilt er als „Linker“, als Regierungskritiker, als Nervensäge mit Kamera. Filme wie „Bowling for Colombine“, in dem er die ­US-Waffenlobby aufs Korn nimmt, machten Michael Moore legendär. „Fahrenheit 9/11“, in dem er die US-Regierung unter George W. Bush heftig kritisiert und ihr vorwirft, quasi mitverantwortlich für die Anschläge des 11. September 2001 zu sein, wurde zum erfolgreichsten Dokumentarfilm aller Zeiten. Moore ist ein Idol der weltweiten Skeptiker­szene. Wenn er der „syrischen Demokratiebewegung“ Gottes Segen wünscht, wenn sich ausgerechnet seine Worte kaum noch von denen der US-Außenministerin Hillary Clinton unterscheiden, dann darf man sich den Tag rot im Kalender ankreuzen. Denn solche Tage sind selten. Die Skeptiker hören auf, Skeptiker zu sein. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die „Sandviper“

20. Oktober 2011

84dmz2Österreich: Fahrzeug für Spezialeinsatzkräfte

Seit sich das österreichische Bundesheer verstärkt an internationalen Einsätzen beteiligt, wird parallel an der Optimierung der persönlichen Ausrüstung der Sol­daten und des Wehrmaterials gearbeitet. Die aktuellen Einsatzgebiete in Afrika, den ständigen Krisenregionen Südosteuropas und in Afghanistan weisen häufig keine klaren Frontlinien und eindeutig definierte „Feindkräfte“ auf. Dadurch sieht sich die österreichische Heeresführung einem breiten Aufgabenspektrum gegenüber, welche auch eine engere Zusammenarbeit der einzelnen Truppengattungen erfordert. Das ursprünglich rein auf die Landesverteidigung ausgerichtete österreichische Bundesheer hat eine starke Modernisierung erfahren und ist jetzt in der Lage, alle globalen Aufträge anzunehmen. Besonders die Spezialeinsatzkräfte der österreichischen Jagdkommandos, als Auge und Speerspitze der Heeresführung, erhielten eine verstärkte Zuwendung bei der Budgetierung. Diesen Beitrag weiterlesen »

Operation „Deadlight“

20. Oktober 2011

84dmz3Die letzte Fahrt der grauen Wölfe

Die grauen deutschen U-Boote waren es, die während beider Weltkriege die Seeherrschaft Großbritanniens angefochten und wie reißende Wölfe das britische Inselreich umlagert haben und die unsere Vettern jenseits des Kanals mehr als vieles andere ganz besonders gefürchtet haben. Und so verwundert es kaum, daß sie jeweils unmittelbar nach Beendigung der Weltkriege alles daran setzten, „all german subs“ in Bausch und Bogen von den Meeren zu tilgen.

Die im Mai 1945 auf See kapitulierenden deutschen U-Boote mußten unter Hissung einer schwarzen Flagge unverzüglich englische Häfen anlaufen. Eine erste Gruppe von zwölf von Norwegen überführten U-Booten erreichte am 30. Mai 1945 den britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow. Bis zum 5. Juni 1945 kamen dort weitere 52 Boote hinzu. Über 130 Boote wurden dann von den über Deutschland obsiegenden Briten auf den Sammelplätzen Loch Ryan (Südwestküste Schottland) und Lisahally nördlich Londonderry (Loch Foyle/Nordirland) zusammengezogen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Klare Entscheidung

20. Oktober 2011

Schweizer Nationalrat will starke Armee

Der Schweizer Nationalrat (große Kammer) hat sich ebenso wie der Ständerat (kleine Kammer) für eine Armee mit 100.000 Soldaten ausgesprochen – trotz der vehementen Kritik der Linken. Außerdem wies das Parlament – ebenfalls in Übereinstimmung mit dem Ständerat – die Pläne des Bundesrates (Regierung), die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge bis 2020 aufzuschieben, zurück.

Die Schweizer Armee ist nach dem Milizsystem aufgebaut. Experten sehen dringenden Reformbedarf, da sowohl Ausrüstung als auch Ausbildung mangelhaft sind. Der Bundesrat legte dazu ein Konzept vor, das eine deutliche Verkleinerung der momentan noch rund 175.000 Mann starken Streitkräfte auf 80.000 Soldaten vorsah. Der Wehretat sollte gleichzeitig von derzeit 4,1 auf 4,4 Milliarden Schweizer Franken erhöht werden, um Spielraum für Modernisierungen zu schaffen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Russische Raketenrüstung

20. Oktober 2011

raketeRußland will seine technischen Möglichkeiten im Bereich der ballistischen Raketen sowie der Raketenabwehr stark erweitern. Wie  Igor Korotschenko, Mitglied des Präsidiums des Gesellschaftlichen Rates beim Verteidigungsministerium, am 14. September erklärte, sei es erforderlich, die strategischen Kernwaffen mit den neuesten Raketen der Typen RS-24 „Jars“ und Bulawa auszustatten, da Moskaus Kernwaffenpotential durch den US-amerikanischen Raketenschild in Europa erheblich abgewertet werden könnte und eine Einigung mit Washington nicht in Sicht ist. Die USA verweigern bisher verbindliche Sicherheitsgarantien und bringen die strategische Planung Rußlands daher „in den Bereich des Unklaren“. Die neuen Raketen können den US-Raketenschild überwinden. Außerdem soll noch in diesem Jahr ein Luft- und Weltraumabwehrsystem entwickelt werden. In den letzten Jahren haben vor allem die USA die Entwicklungen im Bereich der offensiven und defensiven militärischen Weltraumtechnik verstärkt vorangetrieben. Wie der stellvertretende Sprecher des russischen Außenministeriums, Wladimir Kosin, am 22. September mitteilte, sei zudem eine effektive „see­gestützte Raketenabwehr“ geplant.